Von der Sekundarstufe I zum Beruf

Handreichung BMUKK - Qualitätskatalog, Der Weg zum Traumberuf, Mai 2013
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Netzwerk Berufliche Assistenz

Österreich verfügt mit dem Netzwerk Berufliche Assistenz über ein sehr ausdifferenziertes und bedarfsgerechtes System zur Unterstützung von Menschen mit Behinderung und ausgrenzungsgefährdeten Jugendlichen. Unter dem NEBA-Dach werden also zahlreiche Unterstützungsleistungen gebündelt, die sowohl Menschen mit Behinderung als auch ausgrenzungsgefährdete Jugendliche kostenlos in Anspruch nehmen können. Kompetente PartnerInnen gibt es in allen Bundesländern.

Jugendcoaching

 

Jugendcoaching ist eine Dienstleistung an der Schnittstelle Schule und Beruf in enger Zusammenarbeit mit den Schulen und zielt darauf ab, ausgrenzungsgefährdeten Jugendlichen durch Beratung, Begleitung und Case Management den Fähigkeiten entsprechende Perspektiven aufzuzeigen und durch individuelle Unterstützungspakete die Leistungsfähigkeit zu fördern. So kann über einen möglichst langfristigen Verbleib im (Aus-) Bildungssystem eine höhere Qualifizierung gewährleistet und eine anschließende Aufnahme in die individuell bestmögliche arbeitsmarktpolitische Maßnahme vorbereitet werden.

 

 

WER wird angesprochen?

Jugendcoaching richtet sich an Jugendliche ab dem individuellen 9. Schulbesuchsjahr sowie an abbruchsgefährdete Jugendliche unter 19 Jahren bzw. an Jugendliche mit Behinderung oder sonderpädagogischem Förderbedarf.

 

Besondere Unterstützung erhalten Jugendliche, die gefährdet sind, die Schule abzubrechen, keinen Abschluss auf der Sekundarstufe I oder II erlangen zu können und/oder Unterstützung bei der Lehrstellensuche bzw. beim direkten Berufseintritt durch Übergabe an die zuständigen Stellen (z.B. AMS, Jugendarbeitsassistenz, …) benötigen.

 

Oftmals sind es nur vorübergehende Probleme, die zu einer schwierigen persönlichen Situation führen. Manchmal müssen Strukturen im Umfeld geändert, Möglichkeiten für eine positive Bewältigung dieser Probleme oder ein Angebot für besondere Qualifizierungsmaßnahmen aufgezeigt werden. Unter Umständen brauchen die Jugendlichen auch nur mehr Zeit, um Defizite beseitigen zu können oder psychologische Unterstützung, damit das Selbstwertgefühl gestärkt wird.

 

Die Angebotspalette ist breit und soll auch in vollem Umfang genützt werden können. Mit Hilfe des Jugendcoaching soll eine Vernetzung von Familie, Schule, Qualifizierungsmaßnahmen und Wirtschaft stattfinden. Dadurch kann jene Unterstützung zum Tragen kommen, die Jugendliche in dieser zeitlichen Übergangsphase benötigen, um eine erfolgreiche persönliche Zukunftsplanung umsetzen zu können.

 

Ein Tipp: Die Anbieter und Anbieterinnen des Jugendcoaching in Ihrer unmittelbaren Nähe finden Sie im Jugendcoaching-Unterpunkt AnbieterInnen.

 

Zusätzlich bekommen Sie auf dieser Webseite und auf www.dabei-austria.at einen Überblick über alle beruflichen Assistenzleistungen.

Oder Sie erkundigen sich bei der Landesstelle des Sozialministeriumservice in Ihrem Bundesland, welche Organisationen in Ihrer unmittelbaren Nähe dafür in Frage kommen.

 

WIE läuft Jugendcoaching ab?

Im Jugendcoaching sind drei Stufen der Unterstützung möglich: Stufe 1 umfasst beratende Erstgespräche im Umfang von ca. 3 Stunden. Hier geht es um die Weitergabe von allgemeinen Informationen. Angesprochen sind in erster Linie Jugendliche, die mit Hilfe dieser Informationen relativ eigenständig die nächsten Schritte gehen können.

 

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Sollte mehr an Unterstützungsbedarf notwendig sein, so kann ein Übertritt in Stufe 2 oder Stufe 3 erfolgen.

 

In der Stufe 2 erfolgt eine detailliertere Beratung für Jugendliche, die neben gezielter Berufsorientierung auch Hilfe bei persönlicher Entscheidungsfindung und bei der Organisation von Unterstützungsangeboten benötigen. Der Abschluss der Stufe 2 – innerhalb von 6 Monaten – gilt auch als Voraussetzung für Jugendliche, die eine Lehrausbildung im Rahmen der „Integrativen Berufsausbildung“ absolvieren möchten. Am Ende der Stufe 2 wird ebenfalls eine „Fachliche Stellungnahme“ übergeben.

 

Stufe 3 richtet sich an Jugendliche, die eine intensive Begleitung im Sinne eines „Case Managements“ benötigen. Ausgehend von der individuellen Situation der Jugendlichen wird eine Stärken- und Schwächenanalyse und nicht zuletzt ein Abschlussbericht basierend auf einem Neigungs- und Fähigkeitsprofil erstellt, der konkrete Fördermaßnahmen, Qualifizierungsschritte sowie mittel- und langfristige Ziele enthält.

 

Die Dauer der Stufe 3 kann sich auf maximal ein Jahr erstrecken. Im Sinne der Nachhaltigkeit des Jugendcoaching erfolgt auch eine Nachbetreuung der Jugendlichen. Eine erneute Kontaktaufnahme mit den Jugendlichen ist möglich.

 

 

Jugendcoaching - Flyer
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Produktionsschule

Die Produktionsschule schließt an das Jugendcoaching an und ist als Nachreifungsprojekt konzipiert.

 

Manche Jugendlichen benötigen nach Beendigung ihrer Schullaufbahn etwas mehr Zeit und Unterstützung, um sich am Arbeitsmarkt zurecht zu finden. Ihnen fehlen oft wichtige Voraussetzungen für die angestrebte Berufsausbildung bzw. grundlegende Kompetenzen für eine erfolgreiche Eingliederung.

 

Als Ziel gilt es, jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, versäumte Basisqualifikationen und Social Skills nachträglich zu erwerben sowie Ausbildungsmöglichkeiten kennen zu lernen und sich damit besser am Arbeitsmarkt zurecht zu finden.

 

WER wird angesprochen?

Die Produktionsschule wendet sich an Jugendliche bis zum vollendeten 21. Lebensjahr bzw. bis zum vollendeten 24. Lebensjahr (für Jugendliche mit Behinderung), die eine Berufsausbildung absolvieren wollen und deren Berufswunsch zum aktuellen Zeitpunkt klar scheint.

 

WIE läuft die Produktionsschule ab?

Die Produktionsschule besteht aus vier Säulen:

 

Trainingsmodule mit den Schwerpunkten
Aktivierung (Einstiegshilfe), Übung (Training, berufliche Orientierung, …) und Spezialisierung (für die spezifische Berufsausbildung)

 

Coaching
Coaches begleiten die Jugendlichen während der gesamten Dauer der Produktionsschule und besprechen mit ihnen laufend ihre Fortschritte.

 

Wissenswerkstatt
In der Wissenswerkstatt wird konzentriert am Erwerb von Kompetenzen im Bereich der Kulturtechniken sowie im Bereich der Neuen Medien gearbeitet.

 

Sportliche Aktivitäten
Sport und Bewegung haben einen hohen Stellenwert bei der Produktionsschule und werden in unterschiedlichen Anforderungsniveaus angeboten.

 

Am Ende wird eine Produktionsschule Zukunftsmappe übergeben.

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Berufsausbildungsassistenz (Integrative Berufsausbildung)

 

Die Berufsausbildungsassistenz (BAS) unterstützt Jugendliche mit Behinderung bzw. anderen Vermittlungshemmnissen bei der betrieblichen Ausbildung, begleitet die Ausbildung sowohl im Betrieb als auch in der Schule und sichert damit nachhaltig diesen Ausbildungsweg ab.

 

WER wird angesprochen?

Berufsausbildungsassistenz können Jugendliche im Rahmen einer verlängerten Lehre oder Teilqualifikation in Anspruch nehmen:

  1. die entweder am Ende der Pflichtschule sonderpädagogischen Förderbedarf hatten und zumindest teilweise nach dem Lehrplan einer Sonderschule unterrichtet wurden, oder
  1. die ohne Abschluss der Hauptschule oder der Neuen Mittelschule bzw. mit negativem Abschluss einer dieser Schulen sind, oder
  1. die Behinderte im Sinne des Behinderteneinstellungsgesetzes bzw. des jeweiligen Landesbehindertengesetzes sind, oder
  1. von denen aufgrund des Ergebnisses einer vom Arbeitsmarktservice oder Sozialministeriumsservice beauftragten Beratungs-, Betreuungs- oder Orientierungsmaßnahme angenommen werden muss, dass für sie aus ausschließlich in der Person gelegenen Gründen, die durch eine fachliche Beurteilung nach einem in den entsprechenden Richtlinien des Arbeitsmarktservices oder des Sozialministeriumservices zu konkretisierenden Vier-Augen-Prinzip festgestellt wurden, der Abschluss eines Lehrvertrages gemäß § 1 nicht möglich ist.

 

Ein Tipp: Die Anbieter und Anbieterinnen der Berufsausbildungsassistenz in Ihrer unmittelbaren Nähe finden Sie im Berufsausbildungsassistenz-Unterpunkt AnbieterInnen.

 

Zusätzlich bekommen Sie auf dieser Webseite und auf www.dabei-austria.at einen Überblick über alle beruflichen Assistenzleistungen.

 

Oder Sie erkundigen sich bei der Landesstelle des Sozialministeriumservice in Ihrem Bundesland, welche Organisationen in Ihrer unmittelbaren Nähe dafür in Frage kommen.

 

 

WIE läuft BAS ab?

Die BAS unterstützt Jugendliche entweder bei:

  • einer verlängerten Lehre (um ein bis max. zwei Jahre) oder
  • einer Teilqualifikation.

 

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Dabei werden in einem eigenen Ausbildungs- bzw. Lehrvertrag die Dauer und die Inhalte der Teilqualifikation festgelegt.

 

Bei der verlängerten Lehre ist der Besuch der Berufsschule Pflicht, wobei auch im Rahmen der Teilqualifikation in der Regel an der erfolgreichen dualen Ausbildung, also auch am Besuch der Berufsschule, festgehalten wird.

 

Die Jugendlichen werden während der gesamten Ausbildungszeit von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Berufsausbildungsassistenz begleitet und unterstützt.

 

Deren Engagement beginnt spätestens beim Abschluss des Lehr- bzw. Ausbildungsvertrages, bei dem die BAS die Formalitäten in der Abwicklung übernimmt und somit die Firmen entlastet. Während der Ausbildung wird auf regelmäßigen Kontakt zum Betrieb und zur Berufsschule geachtet, um etwaige auftretende Probleme oder Schwierigkeiten bereits frühzeitig wahrnehmen und beheben zu können. So ist gewährleistet, dass die BAS in Krisenzeiten vor Ort ist und den Betrieb unterstützt.

 

Die Berufsausbildungsassistenz hilft den Auszubildenden auch bei der Bewältigung des Erlernens der Ausbildungsinhalte durch Organisation von Lernhilfen vor und während des Berufsschulbesuches. Im Bedarfsfall bindet die BAS zusätzlich Jobcoaches ein, die im Betrieb die Ausbildner und Ausbildnerinnen vor Ort unterstützen.

In der kritischen Phase des Ausbildungsabschlusses übernimmt die BAS die Vorbereitung auf die Lehrabschlussprüfung bzw. die Organisation der Abschlussprüfung bei einer Teilqualifikation.

 

 

Berufsausbildungsassistenz - Flyer
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Berufsausbildungsassistenz - Broschüre
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Arbeitsassistenz

 

Die Arbeitsassistenz ist das zentrale Instrument der Beruflichen Assistenzen in Österreich. Die Trägereinrichtungen arbeiten entweder im Sinne eines regionalen Angebots für alle Behinderungsformen und decken damit den Bedarf in einem definierten Einzugsbereich ab (vor allem in den Flächenbundesländern) oder stehen – besonders spezialisiert (vor allem im städtischen Raum) – bestimmten Zielgruppen (z.B. Menschen mit Sinnesbehinderung oder psychischen Erkrankungen) zur Verfügung.

 

Ein Schwerpunkt der Arbeitsassistenz liegt auch in der Begleitung der beruflichen Erstintegration von Jugendlichen mit Behinderung. Die Dienstleistung Arbeitsassistenz reicht von der gemeinsam mit den Klientinnen und Klienten vorgenommenen Situationsanalyse und Einschätzung zu den individuellen beruflichen Möglichkeiten, über die Begleitung der Arbeitssuche bis hin zu einer Unterstützung in der Anfangsphase des Dienstverhältnisses. Eine zweite zentrale Funktion der Arbeitsassistenz ist die Krisenintervention zur Sicherung eines gefährdeten Arbeitsplatzes.

 

 

WER wird angesprochen?

Das Dienstleistungsangebot der Arbeitsassistenz richtet sich in erster Linie an:

  • Menschen mit Behinderung/Erkrankung, die erwerbstätig sind oder dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen mit einem Behinderungsgrad von mindestens 50 % (Nachweis: z.B. Bescheid über die Zugehörigkeit zum Kreis der Begünstigten Behinderten nach dem Behinderteneinstellungsgesetz bzw. nach den Behindertengesetzen der Länder)
  • Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf, mit Lernbehinderung oder mit sozialer und emotionaler Beeinträchtigung bis zum 24. Lebensjahr
  • Betriebe und Unternehmen, die diese Menschen beschäftigen bzw. bereit sind, diese einzustellen.

 

Auch Menschen mit Behinderung/Erkrankung und einem Grad der Behinderung von mindestens 30 % können die Arbeitsassistenz in Anspruch nehmen, wenn sie ohne diese Unterstützung einen Arbeitsplatz nicht erlangen oder beibehalten können.

 

Ein Tipp: Die Anbieter der Arbeitsassistenz in Ihrer unmittelbaren Nähe finden Sie im Arbeitsassistenz-Unterpunkt AnbieterInnen.

 

Zusätzlich bekommen Sie auf dieser Webseite und auf www.dabei-austria.at einen Überblick über alle beruflichen Assistenzleistungen.

 

Oder Sie erkundigen sich bei der Landesstelle des Sozialministeriumservice in Ihrem Bundesland, welche Organisationen in Ihrer unmittelbaren Nähe dafür in Frage kommen.

 

WIE läuft Arbeitsassistenz ab?

Der erste Kontakt findet telefonisch oder persönlich durch die betreffende Person selbst oder eine Begleit- und/oder Bezugsperson mit qualifiziertem Fachpersonal statt.

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In weiterer Folge kommt es zum Erstgespräch, in dem eine erste Abklärung hinsichtlich der vorliegenden Problematik und eine Entscheidung über die Aufnahme in die Beratung oder Begleitung bzw. eine Weiterverweisung an andere unterstützende Maßnahmen durch die Arbeitsassistenz erfolgt.

 

Ist die Zugehörigkeit zur Zielgruppe festgestellt, folgt die Abklärungsphase. Die in diesem Bereich gewährten Dienstleistungen können eine soziale und berufliche Anamnese, die Erarbeitung eines Begleitungsziels, die Aufnahme eines Kontakts mit dem Dienstgeber oder der Dienstgeberin, die Erstellung eines Neigungs- und Eignungsprofils und anderes mehr beinhalten.

 

Sollte dieser Klärungsprozess nicht in die Arbeitsplatzsuche oder -sicherung übergehen, können alternative Möglichkeiten empfohlen und in die Wege geleitet werden – etwa einen Pensionsantrag, ein Arbeitstraining oder weitere Qualifizierungsmaßnahmen.

 

Geht es schließlich um die Erlangung eines konkreten Arbeitsplatzes, wird Unterstützung bei der aktiven Arbeitsplatzsuche geboten und werden Betriebe entsprechend beraten. Die Arbeitsassistenz steht dem Arbeitnehmer oder der Arbeitnehmerin auch in der Probezeit (bis zu 3 Monate) zur Verfügung.

Wenn ein Arbeitsplatzverlust droht, bietet die Arbeitsassistenz ebenfalls ein umfassendes Beratungs- und Unterstützungsangebot an. Sie nimmt  bei Bedarf Kontakt zu den Betrieben auf und vermittelt in Gesprächen mit Vorgesetzten sowie den Kollegen und Kolleginnen. In konkreten Fällen arbeitet die Arbeitsassistenz auch mit medizinischen Diensten, sozialen Einrichtungen und anderen Organisationen zusammen.

Arbeitsassistenz - Flyer
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Jobcoaching

 

Mit dem Jobcoaching ist eine besonders intensive Maßnahme der Beruflichen Assistenzen etabliert worden. Vor allem Menschen mit Lernbehinderung benötigen diese.

 

WER wird angesprochen?

Das Dienstleistungsangebot Jobcoaching richtet sich in erster Linie an:

  • Menschen mit Behinderung/Erkrankung und einem Behinderungsgrad von mindestens 50 % (Nachweis: z.B. Bescheid über die Zugehörigkeit zum Kreis der Begünstigten Behinderten nach dem Behinderteneinstellungsgesetz bzw. nach den Behindertengesetzen der Länder),
  • junge Männer und Frauen mit sonderpädagogischem Förderbedarf (Nachweis z.B. Bezug der erhöhten Familienhilfe) und
  • Betriebe und Unternehmen, die diese Menschen beschäftigen bzw. bereit sind, diese einzustellen.

 

Auch Menschen mit Behinderung/Erkrankung und einem Grad der Behinderung von mindestens 30%, bei denen es Schwierigkeiten oder Unsicherheiten im Arbeitsalltag gibt und die in Gefahr sind, den Arbeitsplatz zu verlieren oder die Unterstützung zu Beginn eines Dienstverhältnisses benötigen, werden durch das Jobcoaching unterstützt.

 

Ein Tipp: Die Anbieter des Jobcoachings in Ihrer unmittelbaren Nähe finden Sie im Jobcoaching-Unterpunkt AnbieterInnen.

 

Zusätzlich bekommen Sie auf dieser Webseite und auf www.dabei-austria.at einen Überblick über alle beruflichen Assistenzleistungen.

 

Oder Sie erkundigen sich bei der Landesstelle des Sozialministeriumservice in Ihrem Bundesland bzw. beim Dachverband, welche Organisationen in Ihrer unmittelbaren Nähe dafür in Frage kommen.

WIE läuft Jobcoaching ab?

Vor Beginn des Jobcoaching werden Abläufe und Anforderungen am konkreten Arbeitsplatz in Absprache mit den Dienstgebern und Dienstgeberinnen geklärt.

 

Der Mitarbeiter bzw. die Mitarbeiterin wird durch das Jobcoaching am Arbeitsplatz in seine bzw. ihre Aufgaben eingeschult und bei den konkreten Tätigkeiten angeleitet.

 

Die Dauer der Einschulung wird mit dem Betrieb individuell vereinbart und kann sich auf bis zu 6 Monate erstrecken. Dies gilt auch für bestehende Dienstverhältnisse, bei denen eine Verbesserung der Leistungsfähigkeit oder eine Umschulung erforderlich ist. Auch bei sonstigen Schwierigkeiten bzw. Unsicherheiten stehen die Jobcoaches unterstützend zur Seite.

Wie läuft Jobcoaching ab

 

Jobcoaching läuft grundsätzlich in 3 Phasen ab:

 

In Phase 1 erfolgt die Kontaktaufnahme mit dem Klienten bzw. der Klientin, mit dem Betrieb sowie relevanten Institutionen und Beratungsstellen. Es wird eine Problemanalyse durchgeführt und es erfolgt die Auftragsklärung bzw. die Zielvereinbarung. Diese wird mit dem Klienten bzw. der Klientin und dem Betrieb abgeschlossen.

 

In Phase 2 erfolgt das Kennenlernen des Klienten bzw. der Klientin und dessen bzw. deren Fähigkeiten und Fertigkeiten. Weiters erfolgt das Kennenlernen des Arbeitsumfelds, der Aufgabenfelder des Klienten oder der Klientin, der relevanten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Betrieb und des relevanten Umfeldes bzw. relevanter Personen im privaten Bereich.

 

Um herauszufinden, welche Probleme aufgrund der behinderungsspezifischen Einschränkung bzw. Leistungsfähigkeit des Klienten oder der Klientin und den Anforderungen des Arbeitsplatzes bestehen, wird eine Arbeitsplatzanalyse durchgeführt (Arbeitsabläufe, Adaptierung des Arbeitsplatzes, Zeitablauf, Wegdiagramm, Effizienz, usw.).

 

Danach werden Problemlösungsstrategien erarbeitet und umgesetzt (Anleitung, Schulung – Training, …). Die individuellen Bedürfnisse des Klienten bzw. der Klientin und des Betriebes werden dabei berücksichtigt.

 

Die Wirksamkeit der erarbeiteten Lösungsmodelle/Maßnahmen bzw. regelmäßige Reflexionsgespräche im betrieblichen Umfeld sind wichtiger Bestandteil dieser Phase.

 

Die Begleitung in Phase 2 wird beendet, sobald sich die Situation am Arbeitsplatz stabilisiert hat.

 

In Phase 3 wird die Zielerreichung unter Beteiligung des Klienten bzw.der Klientin, der Firmenleitung und eines Mitarbeiters oder einer Mitarbeiterin im Betrieb überprüft (Wurden die zu Beginn vereinbarten Ziele erreicht? Welche relevanten Informationen werden noch benötigt? Wann kann/soll das Jobcoaching wieder kontaktiert werden?).

 

Das Treffen von Vereinbarungen mit dem zuständigen Mitarbeiter oder der zuständigen Mitarbeiterin (anlassbezogene Kontakte im Sinne von Prävention) bildet den Abschluss des Jobcoaching Prozesses.

Für eine erfolgreiche Inklusion am Arbeitsmarkt ist eine intensive Zusammenarbeit mit Behörden und anderen institutionellen Einrichtungen (wie z.B. dem regionalen Arbeitsmarktservice, der jeweiligen Berufsschule, etc.) sowie den Wirtschaftsbetrieben in der jeweiligen Region unerlässlich.

 

 

Jobcoaching - Flyer
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Jobcoaching - Broschüre
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Einladung zu den Fortbildungen 2017_BR_L
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Rundschreiben Nr. 27/2017
Richtlinien für den schulischen Umgang mit Schülerinnen und Schülern mit Schwierigkeiten beim Rechnenlernen
Richtlinien Rechenschwäche.pdf
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