Sonderpädagogischer Förderbedarf (SPF)

WARUM wird ein Antrag auf sonderpädagogischen Förderbedarf gestellt?

Ein „Antrag auf Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs“ ist einzubringen, sobald abzusehen ist, dass ein Kind auf Grund einer Beeinträchtigung dem Unterricht in der Volksschule ohne besondere Förderung nicht folgen kann.

WANN wird ein Antrag auf sonderpädagogischen Förderbedarf gestellt?

Vor der Antragstellung müssen mögliche Fördermöglichkeiten: z. B. Besuch der Vorschulstufe, Förderunterricht, Klassenwiederholung, Förderkurs der Volkshochschule,…  – nachweislich ausgeschöpft worden sein. Kinder, für die der Antrag gestellt wird, weisen im Regelfall einen Schullaufbahnverlust auf.

 

Der Antrag kann in der Volksschule in der Grundstufe 1+2, spätestens in der Neuen Mittelschule bis zur 6.Schulstufe gestellt werden.

WER stellt den Antrag auf sonderpädagogischen Förderbedarf?

Der Antrag auf Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfes (SPF) wird in der Regel von den Eltern des betroffenen Kindes und der Schulleitung gemeinsam gestellt.

Was sind Gründe für einen sonderpädagogischen Förderbedarf?

Gründe für einen sonderpädagogischen Förderbedarf sind:

  • Lernbeeinträchtigung
  • Geistige Beeinträchtigung
  • Sinnesbeeinträchtigung
  • Körperbeeinträchtigung
  • Verhaltensbeeinträchtigung

Erforderliche Unterlagen

Folgende Unterlagen werden an die Bildungsregion Linz Stadt gesendet:

  • vollständig ausgefülltes Antragsformular
  • Bericht des Klassenlehres / der Klassenlehrerin
  • Auflistung der bisher erfolgten Fördermaßnahmen
  • Nachweis der bisherigen Schullaufbahn (e*SA Ausdruck)
  • ärztliche oder therapeutische Befunde und Gutachten

 

Der Bezirksschulrat beauftragt daraufhin die Leitung des Zentrums für Inklusiv- und Sonderpädagogik mit der Erstellung eines Sonderpädagogischen Gutachtens.

Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs

In dem sonderpädagogischen Gutachten werden vom Zentrum für Inklusiv- und Sonderpädagogik alle relevanten Informationen zusammengefasst und der Bildungsregion Linz Stadt (BR) vorgelegt. Diese entscheidet,

  1. ob ein sonderpädagogischer Förderbedarf besteht oder nicht, 
  2. ob eine Lehrplanänderung notwendig ist oder nicht und 
  3. in welcher Schule diese Förderung angeboten wird.

 

zu 1. Ist ein besonderer Förderbedarf notwendig, so wird dies in einem Bescheid von der BR festgestellt. Zudem definiert die BR, welche Bereiche der sonderpädagogische Förderbedarf umfasst.

 

zu 2. Bei Verhaltens-, Sinnes-, Körperbeeinträchtigungen sind die betroffenen beeinträchtigten Bereiche in der Leistungsbeurteilung berücksichtigt. Der Unterricht erfolgt oft nach dem regulärem Lehrplan der Volks-, oder Neuen Mittelschule.

 

Bei Lernbeeinträchtigungen umfasst der Bescheid meist eine Änderung des Lehrplanes. Im Bescheid entscheidet die BR, ob das Kind in einem oder mehreren Fächern nach einem Lehrplan der Sonderschule unterrichtet und beurteilt wird.

 

zu 3. Im Bescheid wird auch festgelegt, welche Schule das Kind besuchen wird.

Ablaufschema für die Beantragung und Erledigung eines sonderpädagogischen Förderbedarfs in Oberösterreich
Ablaufschema.doc
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Rechtliche Grundlagen

Publikationen

Publikation BMUKK - Der sonderpädagogische Förderbedarf, Qualitätsstandards und Informationsmaterialien
Der_sonderpaedagogische_Foerderbedarf-Qu
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Publikation BMUKK - Ratgeber zur Integration von Schülerinnen und Schülern mit SPF
Publikation BMUKK_Ratgeber zur Integrati
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Publikation BMUKK - Integration und Neue Mittelschule
integ_praxis_29.pdf
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UN Konvention
UN Konvention.pdf
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UN Konvention in einfacher Sprache
UN Konvention in einfacher Sprache.pdf
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Einladung zu den Fortbildungen 2017_BR_L
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Rundschreiben Nr. 27/2017
Richtlinien für den schulischen Umgang mit Schülerinnen und Schülern mit Schwierigkeiten beim Rechnenlernen
Richtlinien Rechenschwäche.pdf
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